Der Kontrast zwischen der ruhigen Straße in Paris und dem lauten Club in der Großstadt könnte nicht größer sein. Während die eine Geschichte von zarter Romantik handelt, brodelt es im anderen Strang vor Wut und Eifersucht. Vom Paten gezeichnet zeigt hier, wie unterschiedlich Liebe sein kann. Die Lichtstimmung in beiden Settings ist einfach nur magisch.
Die Nahaufnahmen der Augen sagen mehr als tausend Worte. Besonders die goldenen Augen der blonden Frau im Club strahlen eine gefährliche Faszination aus, während die Tränen der Brünetten das Herz brechen. In Vom Paten gezeichnet wird Mimik zur Hauptsprache. Man vergisst völlig, dass es Animation ist, so echt wirkt jeder Ausdruck.
Als der Mann im grünen Anzug das Telefon hebt, ändert sich die gesamte Atmosphäre. Aus einem gelangweilten Abend wird plötzlich ein Drama voller Konsequenzen. Die Art, wie er das Glas zerdrückt, zeigt seine innere Zerrissenheit. Vom Paten gezeichnet versteht es, kleine Gesten groß wirken zu lassen. Gänsehaut pur.
Das schwarze Kostüm des Mannes und das weiße Outfit des Mädchens schaffen ein starkes visuelles Gleichgewicht. Es wirkt wie Yin und Yang, Dunkelheit und Licht. Wenn er ihr den Mantel überwirft, ist das ein Moment purer Zärtlichkeit. Vom Paten gezeichnet nutzt Farben nicht nur als Deko, sondern als emotionale Sprache.
Die Wut des Mannes im Club ist fast greifbar. Wie er die Faust ballt und die Zähne zusammenbeißt, zeigt, dass hier mehr im Spiel ist als nur ein Drink. Die blonde Frau scheint das Feuer noch zu schüren. In Vom Paten gezeichnet wird Eifersucht nicht nur gezeigt, sondern förmlich inszeniert. Ein intensives Erlebnis.