Die luxuriöse Villa bildet den perfekten Kontrast zum emotionalen Zusammenbruch der Figuren. Besonders die Frau im gestreiften Oberteil wirkt wie ein Fels in der Brandung, während um sie herum alles eskaliert. Stimme des Zorns zeigt hier eindrucksvoll, wie Reichtum keine Garantie für Harmonie ist. Die Kostüme sind dabei ein echter Hingucker.
Es ist unglaublich schmerzhaft anzusehen, wie die Frau im schwarzen Kleid von ihren eigenen Freunden konfrontiert wird. Die Art, wie der Mann im grünen Anzug sie anstarrt, sagt mehr als tausend Worte. In Stimme des Zorns wird Verrat so intensiv dargestellt, dass man selbst mitzittert. Eine emotionale Achterbahnfahrt!
Als die Polizisten endlich den Raum betreten, ändert sich die gesamte Atmosphäre schlagartig. Die Autorität der Uniformen steht im krassen Gegensatz zur vorherigen familiären Hysterie. Stimme des Zorns nutzt diesen Moment perfekt, um die Machtverhältnisse zu verschieben. Die Festnahme wirkt leider unvermeidlich und doch schockierend.
Man muss die Schauspieler loben, die so viel Emotion nur durch Blicke transportieren. Der Mann mit der Brille und dem braunen Anzug wirkt besonders verstört, als er die Beweise sieht. In Stimme des Zorns gibt es kaum Dialoge, die nötig wären, weil die Gesichter so viel erzählen. Großes Kino für kleine Bildschirme!
Die junge Frau mit den langen schwarzen Haaren bleibt die ganze Zeit über erstaunlich ruhig. Während alle anderen schreien oder weinen, beobachtet sie nur. Ihre Rolle in Stimme des Zorns wirkt wie die eines stillen Richters über das Geschehen. Diese Ruhe ist fast unheimlicher als der Lärm der anderen.