Besonders beeindruckend ist die nonverbale Kommunikation in Anjas zweiter Akt. Die Frau im schwarzen Kleid wirkt zunächst verunsichert, doch ihr Blick wird zunehmend herausfordernder. Im Gegensatz dazu strahlt die Dame im blauen Outfit eine ruhige Überlegenheit aus, die den Raum dominiert, ohne ein Wort zu sagen.
Die Kostümbildung in Anjas zweiter Akt erzählt eine eigene Geschichte. Der Kontrast zwischen dem eleganten, aber defensiven schwarzen Kleid und dem strukturierten, hellblauen Ensemble unterstreicht den Konflikt zwischen den Charakteren. Jede Naht und jede Farbe scheint eine politische Aussage im Büroalltag zu treffen.
Ein Wendepunkt in Anjas zweiter Akt ist der Moment, als die Angestellten im weißen Hemd aufstehen. Ihre verzweifelten Gesten und die aggressiven Fingerzeige zeigen, dass das Maß voll ist. Es ist selten, dass Nebendarsteller so viel emotionale Wucht in eine Szene bringen und das Machtgefüge erschüttern.
Die Ruhe der Frau im blauen Anzug in Anjas zweiter Akt ist fast unheimlich. Während alle anderen schreien oder gestikulieren, bleibt sie gefasst, fast lächelnd. Diese stoische Haltung macht sie zur gefährlichsten Person im Raum, da sie die Kontrolle über ihre Emotionen nicht verloren hat, anders als ihre Gegner.
Interessant ist die Darstellung der männlichen Figuren in Anjas zweiter Akt. Der Mann im braunen Mantel wirkt wie ein verlorener König ohne Krone, dessen Autorität bröckelt. Seine Versuche, die Situation zu dominieren, wirken immer verzweifelter, je mehr die Frauen im Raum das Sagen übernehmen.