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Taub für dich Folge 72

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Taub für dich

Maja Weber lebte fünf Jahre mit Daniel Krug zusammen, gab sich taubstumm und finanzierte sein Studio mit ihrem Erbe. Als Daniel genesen war und das Studio florierte, gestand er, sie nie heiraten zu wollen und noch für seine Ex-Verlobte Lea Ehlers zu empfinden. Enttäuscht verlobte sie sich mit ihrem Kindheitsfreund Paul Drexler.
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Kritik zur Episode

Vom Tellerwäscher zum Millionär

Was für ein krasser Übergang! Erst wird er im Büro gedemütigt und dann sitzt er in einer Villa beim Essen. Diese Art von Rache-Fantasie ist genau das, was ich brauche. Die Schauspieler verkaufen diese Verwandlung mit voller Überzeugung. Besonders die Szene, in der er plötzlich am Tisch der Mächtigen sitzt, ist pures Gold. Taub für dich liefert hier echte Gänsehaut-Momente ab.

Die Macht des Schweigens

Interessant ist, wie wenig der Protagonist im Büro sagt. Seine Körpersprache erzählt die ganze Geschichte. Dieser stoische Blick, während der andere ausrastet, zeigt wahre innere Stärke. Später am Esstisch wirkt er dann völlig verändert, fast schon überlegen. Diese Nuancen in der Darstellung machen Taub für dich zu einem echten Highlight für mich.

Essen mit dem Feind

Die Dinner-Szene ist so voller unterschwelliger Spannungen. Der ältere Herr lacht, aber man merkt, dass hier ein Spiel gespielt wird. Die Frau am Tisch wirkt beobachtend und ruhig. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Machtverhältnisse verschoben haben. In Taub für dich wird dieses gesellschaftliche Spiel meisterhaft inszeniert. Man will unbedingt wissen, was als Nächstes passiert.

Gestik sagt mehr als Worte

Die Handbewegungen des Mannes im blauen Anzug sind fast schon theatralisch. Er versucht alles, um gehört zu werden, aber es prallt einfach ab. Im Kontrast dazu die ruhige Eleganz am Esstisch. Diese visuelle Erzählweise ohne viele Dialoge ist stark. Taub für dich versteht es, Geschichten durch Bilder zu erzählen, was selten so gut gelingt wie hier.

Der gläserne Käfig

Das moderne Büro mit den Glaswänden wirkt so kalt und steril, passend zur Situation. Dann der Wechsel in das warme, luxuriöse Esszimmer. Dieser Kontrast unterstreicht den Statuswechsel perfekt. Man fühlt sich wie ein Voyeur, der in zwei verschiedene Welten blickt. Die Atmosphäre in Taub für dich ist dabei immer dicht und packend gestaltet.

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