Ich kann nicht fassen, wie Simons Mutter Bette im Krankenhaus behandelt hat. Statt Trost zu spenden, macht sie sie für das Unglück verantwortlich. Dieser Moment, in dem sie Bette wegstößt, ist einer der schmerzhaftesten in Bis Zum Wiedersehen. Man spürt die Verzweiflung beider Frauen, aber dieser Hass ist einfach zu viel.
Während alle um Simon trauern, sitzt Bette blutend am Boden und hält ihr Babygeheimnis fest. Dieser innere Konflikt ist unglaublich stark gespielt. In Bis Zum Wiedersehen wird hier eine Ebene hinzugefügt, die die ganze Tragödie noch tiefer macht. Sie hat nicht nur ihre Liebe verloren, sondern muss nun auch noch allein mit der Wahrheit leben.
Der Zeitsprung ist so gut gemacht. Aus dem blutigen Chaos wird ein scheinbar perfektes Leben, doch dann taucht Simon wieder auf. Der Blickkontakt zwischen ihm und Bette im Restaurant sagt mehr als tausend Worte. Bis Zum Wiedersehen zeigt hier, dass manche Wunden nie ganz verheilen und die Vergangenheit immer wieder einholt.
Die Spannung, als Simon das Restaurant betritt und Bette mit ihrer neuen Familie sieht, ist kaum zu ertragen. Man fragt sich sofort: Weiß er von dem Kind? Wird er die Wahrheit erfahren? Bis Zum Wiedersehen lässt uns hier mit so vielen offenen Fragen zurück, dass man sofort die nächste Folge sehen will. Einfach süchtig machend.
Die Szene im Restaurant beginnt so romantisch, doch die Wendung mit der Waffe lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Besonders die Reaktion von Bette, als Simon zusammenbricht, ist herzzerreißend. In Bis Zum Wiedersehen wird hier meisterhaft gezeigt, wie schnell Glück in puren Schmerz umschlagen kann. Die emotionale Intensität ist kaum auszuhalten.