Der Moment, in dem die Menge das kleine Mädchen von der Mutter reißt, ist herzzerreißend. In Glorreiche Rückkehr wird deutlich, wie schnell eine Situation außer Kontrolle gerät. Die Verzweiflung der Mutter und das Weinen des Kindes lassen keinen Zuschauer kalt. Wahnsinnig intensiv gespielt.
Man muss es Wu Dashui lassen, er spielt seine Rolle als Antagonist perfekt. Sein spöttisches Lachen und die Art, wie er das Papier schwenkt, machen ihn zum perfekten Hassobjekt in Glorreiche Rückkehr. Man will ihn am liebsten selbst verprügeln, so gut ist die Darstellung.
Es ist erschreckend zu sehen, wie schnell sich eine Gruppe von Nachbarn in einen wütenden Mob verwandelt. Glorreiche Rückkehr zeigt hier keine Schönfärberei. Die Prügel, die der junge Mann und die Mutter einstecken müssen, wirken brutal echt. Gänsehaut pur.
Die Szene, in der die Mutter am Boden liegt und nach ihrem Kind greift, während Wu Dashui triumphiert, ist der emotionale Höhepunkt. Glorreiche Rückkehr versteht es, Schmerz greifbar zu machen. Die Mimik der Schauspieler ist so intensiv, dass man fast mitweinen möchte.
Die Enge des Dorfes und die Blicke der Nachbarn erzeugen ein Gefühl der Ausweglosigkeit. In Glorreiche Rückkehr gibt es für die Mutter und das Kind keinen sicheren Ort mehr. Die Inszenierung des Mobs, der den Ausgang blockiert, ist psychologisch sehr klug gemacht.